| Gesucht wird ein HTC Iphone N97, oder so ähnlich… |
| geschrieben am 2. März 2010 in der Kategorie Ganz privat, Technik, Wirtschaft |
|
In der nächsten Zeit ist für mich wieder einmal ein neues Mobiltelefon fällig. Allerdings habe ich in den letzten Jahren, in denen ich mit meinem Nokia N95 recht zufrieden war, ein wenig den Überblick über die neuesten Entwicklungen verloren. Fühlte ich mich vor zweieinhalb Jahren mit dem N95 noch an der Spitze der technischen Entwicklung, kann man sich mit dem etwas klobigen Gerät heute kaum noch an einen Anwaltsstammtisch setzen, ohne belächelt zu werden. Und da man meinem Handy inzwischen auch die tägliche Benutzung ansieht, wird es also wieder einmal Zeit für ein neues Modell. Aber was soll ich kaufen? Am einfachsten wäre es wahrscheinlich, einfach Nokias Nachfolgemodell N97 zu nehmen. Aber will ich das wirklich? Das Symbian-Betriebssystem ist inzwischen längst nicht mehr taufrisch, und ob es der OVI-Store herausreißt, kann ich überhaupt nicht beurteilen. Möglicherweise wäre das N900 besser, das unter Linux läuft? Auf meinem Rechner zuhause nutze ich immerhin schon mal Ubuntu, auch wenn ich sonst von Linux leider noch nicht viel verstehe. Angeblich hat sich Nokia vom Betriebssystem des N900 jedoch schon wieder verabschiedet, und für die nächsten Jahre möchte ich nicht auf ein totes Pferd setzen. Aus diesem Grunde habe ich mir auch noch kein Blackberry angeschaut. Möglicherweise ist auch Googles Android-Betriebssystem einen Blick wert. Ausprobiert habe ich es bisher noch nicht, und was ich von den neuen HTC- und Motorola-Telefonen halten soll, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Allerdings wäre mir eine problemlose Synchronisierung meiner diversen Google-Kalender sehr wichtig – das kriegen Nokia und Co. mit Bordmitteln ja immer noch nicht vernünftig hin. Oder vielleicht ein Iphone? Bisher war mir Apple als Hersteller immer etwas suspekt, auch wenn die Geräte recht ordentlich aussehen. Allerdings mag ich die Marke nicht besonders, da ich mich schon nicht mit dem proprietären Itunes anfreunden konnte und das Iphone am Anfang mit dem Gedanken “Müssen die jetzt auch noch Telefone bauen? Wann kommt der Apple Toaster?” begrüßt habe. Und mit der neuen Konzernstrategie, Inhalte zu zensieren, wenn sie “unzüchtig” oder von der Konkurrenz sind, gebärdet sich Apple in meinen Augen noch deutlich schlimmer als Microsoft. Schließlich fallen mir – ganz ehrlich gesagt – auch Menschen auf den Wecker, die sich unbedingt und um jeden Preis von der Masse abheben wollen, deswegen eine überteuerte Marke kaufen und sich damit möglichst auffällig platzieren: “Seht her, ich bin ganz bunt angezogen, mache was mit Medien und trinke zum Facebook-Chat auf meinem Mac nur Caffeine Free Low Fat Soy Cafe Latte.” Aber ich wollte mich eigentlich überhaupt nicht aufregen, sondern über Mobiltelefone schreiben. Und vielleicht ändert sich das Image der Marke Apple ja jetzt, da das Iphone zum Gerät für die Masse geworden ist. Vielleicht nutze ich mein altes Mobiltelefon auch einfach noch ein paar Monate weiter. Oder haben vielleicht meine Leser ein paar gute Ratschläge für mich? (Und nein, ein Seniorenhandy mit extra großen Tasten ist kein guter Ratschlag!) [8 Kommentare] |
| Rechtsgezwitscher |
| geschrieben am 25. März 2009 in der Kategorie Ganz privat, Selbstorganisation, Web 2.0 |
|
Job- und Diss-Endphasen-bedingt komme ich kaum noch dazu, längere Stücke zu bloggen. Aber immerhin für schnelles Gezwitschere bei Twitter langt es noch. Seit gestern habe ich dort einen eigenen Account. Leider war der Name obiterdictum längst an einen amerikanischen Juristen vergeben, aber Interessierte dürfen mir gern hier folgen. Viele bekannte deutsche Blawger waren natürlich schon längst vor mir dort. Aber wie heißen eigentlich rechtskundige Twitterer – vielleicht Tlawtter? Oder Twanwälte? Oder Juritter? – Nee, wohl eher nicht. [Keine Kommentare] |
| Integrationsfähig |
| geschrieben am 8. September 2008 in der Kategorie Bayern, Ganz privat, Humor, Unterwegs |
|
Meine Tendenz, in Städten mit den Anfangsbuchstaben W zu studieren oder zu arbeiten, setzt sich gerade fort. Seit einer Woche arbeite ich im oberbayerischen Wolfratshausen. In einem der Vorstellungsgespräche zu meiner neuen Stelle fragte man mich, ob ich in Bayern überhaupt integrationsfähig sei. Nach einer Woche im neuen Job kann ich eine erste Zwischenbilanz ziehen:
Ich glaube, integrationsmäßig bin ich auf einem guten Weg. Weitere Einträge in der neuen Kategorie “Bayern” werden folgen. Servas! [Keine Kommentare] |
| Nur nicht aufregen |
| geschrieben am 31. August 2008 in der Kategorie Ganz privat |
|
“Junger Mann”, sagt die ältere Dame zu mir, “ich finde es ja schön, dass Sie so ruhig bleiben.” Ich lächle gequält. Auch wenn ich mich aufregen würde, wäre das in dieser Situation ganz und gar vergeblich. “Sie müssen wissen”, fährt die Dame fort, “die anderen Leute, denen ich ins Auto gefahren bin, sind immer gleich ganz laut geworden, obwohl ich meine Schuld immer gleich zugegeben habe. Aber die haben mich angebrüllt und mit dem Anwalt gedroht. Sie dagegen sind ja noch ganz ruhig!” Mit dem Anwalt habe ich nicht gedroht, sondern meine Karte überreicht. Und danach habe ich mein Auto, das die rüstige Dame auf dem Parkplatz beim Rückwärtseinparken ordentlich gerammt hat, in die Werkstatt gefahren. Es hilft ja nichts, sich aufzuregen. [Keine Kommentare] |
| In eigener Sache: Zimmer gesucht |
| geschrieben am 8. August 2008 in der Kategorie Aktuelles, Ganz privat |
|
Da ich mich zum 1. September beruflich in den Süden der Republik orientieren werde, suche ich zur Zeit ein WG-Zimmer oder eine kleine Wohnung in München oder im südlichen Umland von München. Ein geeignetes Angebot wird mit einem 32jährigen nichtrauchenden Mitbewohner belohnt! Tips und gute Ratschläge zur Wohnungssuche und dem Leben an sich in der bayerischen Landeshauptstadt werden ebenfalls gern entgegengenommen. Update: Ich suche immer noch. Angebote für den Zeitraum ab 1. Oktober nehme ich dankend entgegen! [Keine Kommentare] |
| Und noch ein Jurist mit dem Eee PC |
| geschrieben am 13. April 2008 in der Kategorie Ganz privat, Technik |
|
Nach den Kollegen Vetter, Hartmann und Petronella bin ich seit einer Woche nun auch stolzer Besitzer eines weißen Eee PC von Asus. Für mich ist das der erste Linux-Rechner, und das mitgelieferte Xandros läuft angenehm flott. Wenn man den Easy-Mode abschaltet, findet man eine sehr vertraut wirkende und wunderbar konfigurierbare Oberfläche vor, die auch für Windows-Umsteiger sofort nutzbar ist. Dank der Add-ons “Mini-Thunderbird” und “Mini-Firefox” ist auch auf dem kleinen 7-Zoll-Display angenehmes Mailen und Surfen möglich. Selbst Textverarbeitung und Tabellenkalkulation funktioniert dank des schon vorinstallierten Open-Office-Paketes. Die kleine Tastatur ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig – hier merkt man, daß es sich um eine mobile Lösung für unterwegs und keinen Computer für einen zehnstündigen Arbeitstag handelt. Anders als Udo Vetter denke ich auch gar nicht daran, Linux durch Windows zu ersetzen. Ganz im Gegenteil: Nachdem ich meine Mails nun endlich per IMAP und nicht mehr mit POP verwalte, könnte ich eigentlich mal mein Subnotebook von XP auf Ubuntu umstellen… [Keine Kommentare] |
| Work hard, party hard |
| geschrieben am 10. Oktober 2007 in der Kategorie Ganz privat, Thesis |
|
Unter all den Vertragsentwürfen, Gerichtsmitteilungen, Versicherungs- und Behördenschreiben, Fachzeitschriften und was sonst noch so über meinen Schreibtisch geht versteckt sich auch die ein oder andere Perle. So werde ich gerade über die “Paragraphenreiter-Party (Jura meets Polo)” (sogar mit ph, wie sich das gehört – aber warum eigentlich nicht “Law meets Polo“?) im Hamburger H1 Club am 12. Oktober informiert. Dann mal den Kragen stärken und hochklappen? Nein, vielleicht doch nicht. Denn die arbeitende Bevölkerung ist bestimmt nicht die Zielgruppe für derartige Amüsements, und am Samstag geht es früh raus, da ich das komplette Wochenende im schönen Göttingen verbringen werde. Dort sitze ich dann im Tropenzentrum der Universität, was nach Wärme und Dschungel und exotischen Tieren klingt, aber wohl doch nur schnöde Verwaltungsarbeit für das Promovierendennetzwerk THESIS bedeutet. Sind ja auch irgendwie exotische Tiere, diese Doktoranden. Und ein bißchen gefeiert wird am Samstagabend bestimmt auch. Jura meets Vogelspinne, oder so ähnlich. [Keine Kommentare] |
| Unerwartetes Wiedersehen |
| geschrieben am 3. Oktober 2007 in der Kategorie Ganz privat, Unterwegs |
|
Kürzlich Termin vor dem Landgericht Koblenz. Ich kenne in Koblenz genau einen Menschen, nämlich einen ehemaligen Kommilitonen, der dort seit einigen Monaten als Verwaltungsrichter arbeitet. Als ich aus dem Taxi steige, steht eben dieser Richter vor dem Gericht und wundert sich, was ich denn wohl in Koblenz tue. Sehr schöner Zufall, sehr nette Begegnung, davon bitte zukünftig mehr. [Keine Kommentare] |
| Telefon ohne Hype |
| geschrieben am 8. Juli 2007 in der Kategorie Ganz privat, Selbstorganisation, Technik |
|
Anders als Kollege Hartmann kann mich der Hype um das neue iPhone nicht beeindrucken. Ich bin auf der Suche nach einem robusten Mobiltelefon, das wenig Schnickschnack mitbringt (bin ich altmodisch, weil ich mit meinem Handy nicht fotografieren will?), aber dafür in den Grundfunktionen überzeugt. Das heißt: guter Empfang auch bei schwachem Netz, ordentliche Sprachqualität, lange Akkulaufzeit und vor allem eine Adressdatenbank, in der weit mehr als ein Vorname und die Telefonnummer Platz finden. Und weil ich dicke Daumen habe, dürfen die Tasten auch nicht wirken, als seien sie für anorektische Dreizehnjährige fabriziert worden. Bisher war ich mit Siemens-Mobiltelefonen zufrieden, wenngleich nicht immer überglücklich. Aber das ist jetzt wohl vorbei. Einige Ausflüge zu Sony Ericsson und Nokia haben mich aufgrund zu weniger Datenbankfelder nie richtig überzeugen können. Ein NEC hatte diesen Mangel nicht, ist aber bei der erstbesten Gelegenheit mit Displayschaden im Elektroschrott gelandet. Muß ich mir jetzt wirklich ein iPhone kaufen, oder weiß jemand aus der werten Leserschaft Rat, was nach Siemens kommt? [Keine Kommentare] |
| Lebenschancen – Lebenswege – Lebensgefahren |
| geschrieben am 10. Juni 2007 in der Kategorie Ganz privat |
|
Der gestrige Samstag hat mir wieder einmal vor Augen geführt, wie schnell sich das Leben ändern kann – und wir uns mit ihm: Am Vormittag habe ich noch ganz in Ruhe Gutachten über Auswahlgespräche für die Vergabe von Stipendien geschrieben. Immer mehr Abiturienten und Studienanfänger bewerben sich angesichts von Gebühren und unsicherer Finanzierung für ein Stipendium. Und für eines der größeren deutschen Begabtenförderungswerke wähle ich seit Jahren bei Vor- und Hauptauswahlen mit aus. In diesem Semester fiel mir dies besonders schwer – sehr viele gute Bewerberinnen und Bewerber, interessante Bewerbungsakten und anregende Gespräche. Wer darf weiter zur zweitägigen Hauptauswahl, für wen endet der Traum vom Studienstipendium? – Lebenschancen. Am Mittag suche ich mit der besten Freundin von allen in nahen Supermärkten nach Bananenkartons für Bücher, CDs und allerhand Kleinkram, da demnächst ein Umzug von Göttingen in die Nähe von Hamburg ansteht. Zufällig treffe ich eine ehemalige Referendarskollegin, mit der ich mich über das Leben nach dem zweiten Examen unterhalte: Mein neuer Job als Justiziar ist spannend und führt mich zu Kunden, Lieferanten, Seminarveranstaltern und Gerichtsterminen in ganz Deutschland. Dabei ist die Lernkurve recht hoch, denn angestellt bei einem Mittelständler bin ich nicht nur Berater in Rechtsangelegenheiten, sondern zugleich auch Assistent des Vorstands, Personaler und “Mädchen für alles” vom Einkauf bis zur Zulassung - Am Abend dann ein Anruf der Familie: Ein lieber Verwandter der besten Freundin von allen hatte in unserer Nähe einen schweren Unfall, bei dem er vier Meter in die Tiefe gestürzt ist. Wir fahren sofort ins Uniklinikum und sind froh, ihn recht bald auf der Notaufnahme zu sehen: zwar schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt, bei Bewußtsein und ohne Lähmungserscheinungen. Darüber informieren wir die näheren Angehörigen, die sich, noch auf der Autobahn in unsere Stadt eilend, größte Sorgen machen. Den Abend verbringen wir auf der Intensivstation, emotional schwankend zwischen dem Glück, daß der Verwandte überlebt hat, und dem Bangen, wie die Operationen der nächsten Tage verlaufen werden – Lebensgefahren. Gegen elf Uhr in der Nacht laufen wir auf dem Weg zu unserem Parkplatz an meinem alten Studentenwohnheim vorbei. Dort wird das jährliche Sommerfest gefeiert, mit Bratwurst, Bier und viel Musik. Vor Jahren habe ich dort selbst Würstchen gegrillt, hinter der Theke gestanden und das eingenommene Geld gezählt. Gute Freunde, die sich gerade in Paris die Ehe versprochen haben, lernten sich vor Jahren auf diesem Fest kennen. Die beste Freundin von allen und ich beschließen, hier schnell ein verspätetes Abendbrot in Form eines Würstchens einzunehmen, um dann möglichst schnell nach Hause zu fahren. Doch schon bald sind wir umringt von ehemaligen Mitbewohnern und Freunden, sprechen über die Ausbildung und Jobs und Kinder und dieses so unglaubliche Leben, von dem wir nie wissen, was es uns morgen bringen wird. [Keine Kommentare] |



